Gewalt gegen Frauen

Auswirkungen auf die betroffenen Frauen und Kinder

Frauen, die ständig der Gewalt ihres Mannes oder Partners ausgesetzt sind, entwickeln ein Gefühlsgewirr aus Zuneigung, Ekel, Schmerz, Mitleid, Hass, Schuldgefühlen, Hoffnung und Verzweiflung. Dies erschwert eindeutige Entscheidungen und Handlungen. Die Frauen sind häufig traumatisiert und zeigen körperliche und seelische Symptome.

Kaum ein Mann ist schon zu Beginn einer Beziehung gewalttätig. Nach dem ersten Gewaltausbruch, den die Frau meist erschrocken verdrängt, entsteht bei ihr Verzweiflung und dann eine ständige Angst. Vielfältige Gefühle und Gedanken verhindern die sofortige Trennung vom Partner:

  • Sie will den Kindern nicht den Vater nehmen.
  • Ihr Umfeld und ihre eigenen Vorstellungen schieben ihr die Verantwortung für den Erhalt der Familie zu.
  • Sie befindet sich in wirtschaftlicher Abhängigkeit vom Partner.
  • Sie weiß nicht, wo sie hingehen soll.
  • Sie traut sich nicht zu, es alleine zu schaffen, da sie ihr Selbstvertrauen verloren hat.
  • Sie hat Angst, dass er die Kinder wegnimmt
  • Sie hat Angst, dass er sie oder die Kinder im Falle einer Trennung umbringt oder ihr/ihnen etwas antut.

Auch die betroffenen Kinder sind durch das Erleben der Gewalt gegen sie selbst und/oder gegen die Mutter erheblich in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung beeinträchtigt und teilweise traumatisiert.
Sie reagieren mit Verhaltensauffälligkeiten, psychosomatischen Störungen und Problemen in der Schule sowie einem auffallend großen Bedürfnis nach positiver Zuwendung.

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